Nun ist das Jahr schon bald wieder vorbei und kaum wurde etwas geschrieben. Einer der Gründe ist sicherlich Facebook. Ist es damit doch so bequem, mit Freunden und Verwandten in Kontakt zu bleiben. Trotzdem ist unser Blog immernoch wichtig. Es soll ja als eine art Tagebuch unsere Geschichte festhalten. Nicht nur für die Öffentlichkeit, sondern auch für uns.
In diesem Jahr gab es Ende Mai sehr schlechte Nachrichten. Uns ist aufgefallen, das Jan immer durstig ist, Nachts ständig aufs Klo rennt und sein Appetit sinkt. Unsere Befürchtung das es Diabetes ist, wurde beim Hausarzt direkt bestätigt. Hier in Malaysia muss man immer zum Experten, nachdem man beim Hausarzt war und in diesem Fall natürlich erst recht. Wir fuhren also in das “Damansara Specialist Hospital” und reihten uns in die Schlange beim Kinderarzt ein. Jan war nüchtern geblieben und wir hatten bereits eine dreiviertelstunde beim Hausarzt gewartet. Das machte die weitere Stunde Wartezeit hier nun nicht einfacher. Als wir endlich dran waren, sah der Arzt nur auf die Blutzucker Messung vom Hausarzt und erklärte, er könne nicht helfen. Er verwies uns an eine Spezialistin für Erkrankungen des Ernährungssystems. Die war am selben Gang des Krankehauses, direkt gegenünber. Erneut wurde mit Warten unsere Geduld auf die Probe gestellt. Nach ca. 30 Minuten beschwerte ich mich. Mehr als drei Stunden lagen bereits hinter uns und wir waren kaum weiter. Die Beschwerde wirkte, die Ärztin nahm uns 5 Minuten später dran und entschuldigte sich. Für sie war dies ein Notfall und ihr Personal hat falsch reagiert. Diese Ärztin war ausgesprochen freundlich und hilfsbereit. Sie schlug vor Jan in der Uniklinik von der Diabetes Kapazität Malaysias untersuchen und behandeln zu lassen. Sie schrieb für uns einen persönlichen Brief an Professorin Fatma und erklärte uns das notwendige. Angekommen in der Uniklinik begaben wir uns in die Notaufnahme. Etwa eine halbe Stunde später begann die Untersuchung und eine weitere Stunde später waren wir in der Kinderklinik – der arme Jan musste dort bleiben. Mindestens für eine Nacht. Das Zimmer teilten sich 6 Kinder. Um jedes Bett war ein Umhang, um für Privatsphäre zu sorgen wenn die Notwendig auftrat. Der Diabetes Arzt war ein Chinese in seinen frühen dreißigern. Alle nahmen sich unglaublich viel Zeit für uns, gingen ausgesprochen behutsam mit Jan um. Die Diagnose Diabetes war bestätigt, aber weitere Untersuchungen folgten noch. Auch wurde Jan bereits auf Insulin eingestellt. Man bemühte sich seien Aufenthalt so kurz wie moeglich zu gestalten. Später traf dann die Professorin ein. Die nahm direkt Michaela zur Seite und verschwandt mit ihr, um sie zu trösten. An diesem Tag musste unsere Zwerg so einie Piekser über sich ergehen lassen. Ela verbrachte die Nacht im Liegestuhl neben seinem Bett. Am anderen Tag geben 17 Uhr konnten wir das Krankenhaus verlassen. Zwischendurch erhielten wir eine Schulung, wie mit Diabetes umzugehen ist. Wie man den Blutzucker misst und es gab auch eine wenig Ernährungskunde. Der Arzt nahm sich die Zeit, uns direkt an Jans Bett viele Dinge zu erklären. Später sollte ich via Email noch mit ihm in Kontakt bleiben, Werte übermitteln und Anweisungen folgen. Der Schock der Diagnose saß Tief, trotzdem waren wir gerührt über die Hilfsbereitschaft und Anteilnahme die wir im Krankenhaus erfuhren. Nach einigen Wochen haben sich Jans Werte soweit verbessert, das wir das Insulin komplett absetzten konnten. Das heisst zwar eine “Kein Zucker Diät”, aber wir können ihm die Unannehmlichkeiten ersparen. Wir hoffen, das es keine Kindheitsdiabetes ist, der Bluttest zeigte keine Antikörper.
Das war also das Kapitel “Diabetes”, bald gehts weiter mit der Einschulung und dem damit verbundenen Ärger den wir hatten.

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. Das ist jetzt 5 Wochen her und die Wunde ist immernoch nicht ganz verheilt, aber gehen kann ich endlich wieder nur die Treppe ist noch etwas schwierig. Letzte Woche war Jan dran, er hatte eine Lebensmittelvergiftung. Als ich ihn von Kindergarten abgeholt hatte, klagte er über Bauchweh und weinte. Wir sind direkt zum Artzt gefahren, der uns gleich zum Krankenhaus schickte, nachdem Jan sich Übergab. Dort hieß es erst Blinddarm und dann Lebensmittelvergiftung. Nichts blieb in dem Jungen drin, weder Wasser noch Tee. Ich habe mir solche Sorgen gemacht das ich fast den Verstand verlor. Zum Glück hatte er kein Fieber, aber dünn ist er geworden. Heute war wieder der erste Kindergarten Tag für ihn und er ist wieder so frech und vorlaut wie vorher. Da ich allerdings nicht genau weiss, woher diese Vergiftung kam, habe ich das Mittagessen im Kindergarten abbestellt, sicher ist sicher.
